„Kunstmusik-Musikkunst“ Museumspartnerschaftsprojekt 2011

 

Gefördert durch das Kulturamt Steglitz-Zehlendorf, mit Mitteln aus dem Projektfonds Kulturelle Bildung des Landes Berlin, konnte auch in diesem Jahr mit der Künstlerin Anke Gruß ein umfangreiches Begleitprogramm zur Ausstellung „William Engelen – MUSICBOX“ durchgeführt werden.
13 Klassen der Jahrgangsstufe 1-6 lernten die besondere Kunst Engelens zunächst in einer Führung kennen. Hier wurde der Bedeutung von Klang und Geräuschen nachgegangen. In der unmittelbaren Begegnung mit den Kunstwerken sammelten die Kinder spannende Erfahrungen. Besonders das Hörerlebnis im „sound garden“ in absoluter Stille sowie das Nachspielen grafischer Partituren mit unterschiedlichsten Klangobjekten wurde hier zu einem intensiven Erlebnis.
Drei Projekttage mit abschließender Präsentation der Ergebnisse vom 30.10. – 1.11.11 rundeten das Partnerschaftsprojekt ab. Hieran beteiligten sich sieben Klassen mit folgenden Aktionen:

„Musikboxen“
Große Boxen aus Holz wurden gebaut, bemalt und anschließend mit selbstgebauten und gefundenen Klangobjekten ausgestattet. Alle Boxen bildeten schließlich eine großes Musikinstrument, auf dem eifrig gezupft, gerasselt oder geschlagen werden konnte.

„Riesenmandalas“
Inspiriert durch die große Installation „sound garden“ von William Engelen  entwickelten die Kinder riesige Mandalas zu Klaviermusik von Erik Satie. Dazu wurden ausgediente alte Turnreifen mit Leinwand bespannt und grundiert. Darauf ordneten die Kinder geometrische Formen aus dem Alltag wie z.B. Becher, Teller u.a. an, um die Mandalas dann mit Acrylfarbe in bestimmten Stimmungen zu bemalen.

„Trauminsel“

Angelehnt an die „Lümmellandschaft“ von Engelen  entstand ein kleiner Raum zum Entspannen mit verschiedenen Ebenen, Polstern, Kissen, vielen schönen Tüchern, Mobiles und einer selbst  erstellten Video-Klanginstallation, um die sich ein Teil der Gruppe kümmerte. Hierfür wurden anfangs in Skizzenbüchern grafische Spuren zu Tonaufnahmen aus den Führungen notiert,  zusätzliche Töne an öffentlichen Orten der Schulumgebung gesammelt und „beruhigende Szenen“ -  wie etwa fallende Herbstblätter - aufgenommen. Alle gesammelten Medien wurden anschließend am Computer verarbeitet  und zu einer neuen Komposition zusammengebastelt.

„Jahreszeiten in Bildern und Gedanken“

Zur klassischen Musik von Vivaldi „Die vier Jahreszeiten“ malten die Kinder farbige Bilder mit unterschiedlichen Farben und Stiften. Anschließend sammelten sie eigene und fremde Gedanken, Gefühle usw., schrieben sie in Anlehnung an William Engelen mit schwarzen Folienstiften auf durchsichtige Plastikstreifen und tackerten diese an ihre Kunstwerke.

 „Klanggeschichte“

Ausgangspunkt war eine Geschichte von einer kleinen Hexe. Hierzu entstand ein großformatiges Bild und eine Klanggeschichte mit Instrumenten und selbst erzeugten Geräuschen, die mit der eigenen Stimme/dem eigenen Körper und diversen Alltagsgegenständen erzeugt wurden.

„Versteckte Geräusche“

Zu unterschiedlicher Musik ließen die Kinder mit Farbe bestrichene Glasmurmeln auf einem Tablett über Notenpapier rollen. Anschließend beklebten sie lange Pappröhren mit den entstandenen grafischen Notationen, füllten diese mit unterschiedliche Geräusche hervorrufenden Materialien wie Erbsen, Sand, Hölzchen usw. und verschlossen sie mit Pergamentpapier 

„Pausenbilder“

Interessant fanden die Kinder die über gefaltetes Papier geschriebenen Musikstücke von William Engelen. So entstand die Idee, Ähnliches mit Bildern zu probieren. Der Reiz des Zufälligen wirkte beim Herstellungsprozess sehr motivierend, alle hatten Freude an den Ergebnissen.

„Kunst-Musik-Erlebnis-Mitmachwelt“

Ein zentrales Ziel der Präsentation war, Kindern, Eltern und Lehrern nicht nur das Betrachten der Ergebnisse zu ermöglichen, sondern für zwei volle Schultage im großzügigen Musikraum der Schule einen Erlebnisraum mit unterschiedlichen Stationen einzurichten. Dazu mussten Plakate gestaltet und viel ausprobiert werden. Der Raum wurde durchgängig von vielen Klassen genutzt, die nicht aktiv an den Projekttagen eingebunden gewesen waren. Zu ruhiger Musik und in einer gesprächsarmen Stimmung, konnten folgende Angebote genutzt werden:


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