1. Runde Drumbo-Cup 2014

Zinnowwald-Kickerinnen bravourös eine Runde weiter im Drumbo-Hallencup der Schulen

Montag, 17.11. um 12.30: Treffpunkt auf dem Parkplatz vor der Zinnowwaldschule. Endlich scheint mal wieder die Sonne! 8 gute gelaunte Spielerinnen der Klassen 5-6 aus der Fußball-AG durften heute früher Schluss machen, um mit dem Trainer, Herrn Beyer und zwei Eltern zur ersten Runde des Drumbo-Cups der Mädchen nach Charlottenburg zu fahren.

Infos zum Drumbocup: Der Drumbo-Cup in Berlin ist Deutschlands größtes Hallenfußballturnier für Grundschulen, Gymnasien und Gemeinschaftsschulen bis zur 6. Klasse. Beim Drumbo-Cup 2015 nehmen mehr Mädchen- als Jungsmannschaften teil. Der Cup ist in verschiedene Runden aufgeteilt. Die erste Runde wird in den jeweiligen Bezirken ausgetragen. Die Zinnowwaldkickerinnen mussten gegen Teams aus folgenden Schulen antreten: Athene, Phorms, Mühlenau und unsere Nachbarschule Pestalozzi.

Die Zinnowwaldschule war mit folgenden Spielerinnen vertreten: Johanna, Josephine, Cara, Xenia, Rosa und Felicitas, Charlotte und Clara.

Gerüchteweise hieß es vor dem Spiel, dass die Mühlenau- GS ganz stark sei und aus gut informierten Kreisen war auch bekannt, dass die Athene-GS starke Spielerinnen hat. Beim Zinnowwaldteam spielen zwei Mädchen, Cara und Xenia, im Verein, alle anderen machen mehr oder weniger lange bei der Fußball-AG mit.
Die Zinnowwaldkickerinnen hatten das große Glück, dass sie erst im dritten Spiel dran waren und somit die Gelegenheit hatten, die anderen Teams beim Spiel zu beobachten. Das Ergebnis des ersten Spiels (Athene gegen Phorms 3:0) bestätigte die Vermutung, dass der erste Gegner, nämlich die Athene-Schule, stark spielt. Das Ergebnis des zweiten Spiels (Pestalozzi – Mühlenau, 1:3) bekräftigte ebenfalls das Gerücht von der starken Mühlenauschule.
Schnell gab Herr Beyer noch ein paar taktische Tipps und schon ging es aufs Feld. Statt der Stammtorhüterin, die sich kurz zuvor das Handgelenk gebrochen hatte, stand Johanna im Tor und machte ihren Job dort ziemlich gut. Für die Defensive waren Josephine, Felicitas und Rosa abwechselnd vorgesehen. Die zentrale Schaltstelle in der Mitte wurde mit Cara besetzt. Xenia spielte vorne links, Clara und Charlotte wechselten sich auf der rechten Seite ab.
10 Minuten bedeuten in einer großen Halle mit je vier Feldspielerinnen ziemlich viel Laufarbeit. Die Athenerinnen versuchten gleich von Anfang an, Druck zu machen, kamen aber nicht an unseren starken Spielerinnen vorbei. Keines der Teams konnte dem anderen so richtig gefährlich werden und so stand es nach fünf Minuten immer noch 0:0. Dann kam es zu einer Ecke für die Zinnowwaldschule, Xenia führte sie schnell aus und Cara konnte die super-Vorlage volley nehmen: 1:0. Groß war der Jubel.
Die Führung ließen sich die Zinnowwaldkickerinnen dann nicht mehr aus der Hand nehmen und fuhren so die ersten drei Punkte nach Hause.

Im zweiten Spiel hatten wir die nächsten schweren Gegnerinnen, es wartete das Team der Mühlenauschule. Bekanntlich beflügelt jedoch nichts so sehr wie der Erfolg. Das erste Tor fiel so kurz nach dem Anpfiff, dass es kaum einer richtig mitbekommen hatte. Nach nichtmal 30 Sekunden nutzte Clara freistehend vor dem Tor ihre Chance und machte den Ball rein. Wow!
Noch war die erste Spielminute nicht vorbei, als sich Cara von hinten den Ball holte, durch die gegnerischen Reihen dribbelte, Xenia präzise zupasste und diese kraftvoll zum Zwei-Null erhöhte.
Wieder vergingen nach Anpfiff nur ein paar Sekunden und schon war das nächste Tor gefallen. Xenia schoss das 3:0.
Dieses Spiel schien gewonnen, oder? Nun, es sollte keine Langeweile aufkommen. Nach einem unglücklichen Abstoß konnten die Gegnerinnen einen ersten Treffer erzielen. Na und, ist ja immerhin noch 3:1. Cara wollte auf Nummer sicher gehen und schoss – wir befinden uns erst in der dritten Minute – von der Mittellinie – unhaltbar für die Torhüterin das Tor Nummer vier für die Zinnows. In Minute fünf vergab Xenia leider eine ganz große Chance und Caras Nachschuss ging weit übers Tor hinaus. Und dann wurde es richtig spannend. Auf einmal war bei unseren Spielerinnen die Konzentration weg und die Gegnerinnen konnten ihr eigenes Spiel entfalten. Die Folge davon: ein weiteres Gegentor in der sechsten Minute und das 3:4 folgte direkt danach. Dieser Spielstand rüttelte unsere Mädchen wieder wach und sie schafften es in der Folge, weitere Angriffe zu unterbinden und den Spielstand halten. Ein Spiel, das alle in Atem hielt.

Die Stimmung in der Halle war übrigens prima, die Teams, die gerade nicht spielten, schauten den anderen zu und klatschten auch laut bei gelungenen Aktionen. Da ja alle Schulen nicht weit voneinander entfernt sind, gab es auch die ein und andere Bekanntschaft. Zudem gab es in den Mannschaften von dreien der Schulteams insgesamt 6 Mädchen, die zusammen bei Hertha 03 Zehlendorf spielen.

Im nächsten Spiel gegen die Phorms – Schule zeigte sich, dass das laufintensive Spiel seinen Tribut forderte. Cara und Xenia, die nie ausgewechselt wurden, wirkten nun etwas müde. Zwar war unser Team deutlich überlegen, aber die Phormserinnen spielten hier das stärkste Spiel des Tages. Ihre Defensive war stark aufgestellt, und so kamen die Zinnowkickerinnen erstmal nicht zum Zug. Dies änderte sich dann in der siebten Minute, Cara lief auf der rechten Seite mit dem Ball, hatte auf einmal Raum und nutzte dies zum Einlochen. Diese Führung konnten die Mädchen erfolgreich halten und hatten so auch das dritte Spiel gewonnen.
Im vorletzten Spiel des Tages kam es zum Duell der beiden Nachbarschulen. Hier waren ebenfalls zwei Vereinsspielerinnen von Hertha 03 vertreten. Wieder waren noch keine dreißig Sekunden gespielt, als das erste Tor fiel: Cara passte zu Xenia und diese ins Tor.
Wunderschön war dann auch Xenias Tor in der dritten Minute. Xenia hatte den Ball, lief damit vors Tor, stand frei, nahm sich die Zehntelsekunde Zeit, zu überlegen, wohin und schoss dann ganz gezielt ins obere linke Eck. Für Hannah von der Pestalozzischule, stärkste Torhüterin des Tages, völlig unhaltbar. Und ein Musterbeispiel dafür, wie erfolgreich es ist, wenn man die Ruhe bewahrt.
Anschließend scheiterte Xenia gleich zweimal an der Torfrau und unsere Mädchen machten es wieder spannend. Die stärkste Spielerin der Pestalozzischule erzielte nämlich das Anschlusstor. Cara schuf dann in der achten Minute, wieder nach einer Standardsituation, nämlich einer Ecke, den nötigen Abstand. 3:1. Gleich darauf gelang ihr nochmals ein sehr schöner Schuss, den die Torfrau prima parierte. Gegen Xenia in der neunten Minute war sie aber hilflos. Etwas übermütig geworden, ließen die Zinnowgirls dann der gegnerischen Mannschaft zu viel Raum und so konnten diese kurz vor Schluss noch für einen völlig angemessenen 4:2 Spielstand sorgen.

Die Spielerinnen der Zinnowwaldschule sind somit ungeschlagen, mit 12 Punkten und 10 Toren (allerdings einem Torverhältnis von 10:5) in die nächste Runde des Drumbocups eingezogen. Ebenfalls weiter gekommen sind die zweitplatzierten Spielerinnen der Athene-Grundschule.

Bericht: Elke Biester

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